BETONSTAHL. SEIT 1966.
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STAHL NACH
IHREM PLAN.

In unseren Biegebetrieben bringen wir Bewehrungsstahl in die Form, die Ihr Bauvorhaben braucht.

Bewehrungsstahl im Biegebetrieb

01 / PRÄZISE GEFERTIGT

Biegebetrieb

In Waiblingen und Hüttlingen fertigen wir individuell bearbeitete Bewehrung aus Betonstahl. Mit unserer Beteiligung an der SW-Stahlhandel GmbH sind wir auch in Edenkoben vertreten. Das Unternehmen betreibt ebenfalls einen Biegebetrieb. Gemeinsam stimmen wir Ausführung und Bedarf auf Ihre Planung ab.

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PRODUKTLISTEN.

Zu den Preislisten

Ob Stab, Ring oder Matte: Hier finden Sie Produktübersichten und technische Unterlagen zu unserem Bewehrungsstahl, zu Lagermatten und weiteren Mattenarten als PDF.

Lenton-Schraubmuffen verbinden Bewehrungsstäbe. Angaben zur passenden Schraubmuffenverbindung finden Sie in den Lenton-Produktunterlagen.

VOM PLAN ZUR BEWEHRUNG

WIR BRINGEN
STAHL IN FORM.

Geschnitten. Gebogen. Kommissioniert.
Betonstahl, vorbereitet für Ihr Bauvorhaben.

BIEGEPROZESS / PRINZIP
Betonstahl wird um eine Biegerolle gebogenEin gerader Stab wird positioniert. Ein äußerer Biegebolzen führt ihn um die innere Biegerolle. Als Beispiel entsteht eine 90-Grad-Biegung. BiegerolleBiegebolzenBewehrungsstahl
Schematische Darstellung · 90°-BeispielBeim Scrollen entdecken ↓
  1. 01 / VORBEREITEN

    Der Plan
    gibt die Form vor.

    Die Bewehrungsplanung bestimmt die benötigte Form. Wir schneiden den Betonstahl zu und bereiten ihn für die Bearbeitung vor.

  2. 02 / BIEGEN

    Gerader Stahl.
    Präzise Biegung.

    Der Biegebolzen führt den Stahl um die Biegerolle. So entsteht die benötigte Form – hier als Beispiel eine 90°-Biegung.

  3. 03 / KOMMISSIONIEREN

    Bereit für
    die Baustelle.

    Der bearbeitete Betonstahl wird entsprechend Ihrer Bestellung zusammengestellt und auf die Baustelle geliefert.

    Bauvorhaben besprechen

GRUNDLAGEN FÜR DIE PRAXIS

DIE KLEINE
BETONSTAHLKUNDE.

Ihr kompaktes Nachschlagwerk für Betonstahl: Lieferformen, Gewichte, Matten und wichtige Begriffe für Ihre Anfrage und Bestellung.

Beton und Stahl ergänzen sich: Beton nimmt vor allem Druckkräfte auf, die Bewehrung übernimmt insbesondere Zugkräfte. Welche Stahlsorte, Abmessungen und Mengen Ihr Bauvorhaben benötigt, steht im Bewehrungsplan. Die folgenden Tabellen helfen Ihnen, diese Angaben zu lesen und Materialmengen einzuordnen.

Was regelt DIN 488?
Die Normenreihe beschreibt Betonstahlprodukte, ihre Eigenschaften, Kennzeichnung und Übereinstimmungsnachweise. Bemessung, Betondeckung, Abstände und Übergreifungen richten sich nach den für das Bauvorhaben geltenden Bemessungs- und Ausführungsregeln, insbesondere Eurocode 2 mit den zugehörigen nationalen Festlegungen.

01

Lieferformen & Stahlsorten

Gerade Stäbe, Ringmaterial und Duktilität

Betonstabstahl

Betonstabstahl nach DIN 488-2 wird als gerader, gerippter Stab der Sorte B500B geliefert. Er lässt sich entsprechend der Bewehrungsplanung ablängen und zu Bügeln oder anderen Biegeformen verarbeiten.

Betonstahl in Ringen

Betonstahl in Ringen nach DIN 488-3 wird abgewickelt und gerichtet. Daraus entstehen gerade Stäbe oder Biegeformen. Je nach Produkt wird warmgewalztes (WR) oder kaltgewalztes (KR) Material eingesetzt. Stahlsorte und Durchmesser müssen zur Bestellung und zum Produktnachweis passen.

Was bedeutet Duktilität?

Sie beschreibt das plastische Verformungsvermögen des Stahls. Bei B500A und B500B steht die Zahl 500 für die charakteristische Streckgrenze von 500 N/mm²; A und B bezeichnen unterschiedliche Duktilitätsklassen.

B500A und B500B – wichtige Kenngrößen
MerkmalB500A · Klasse AB500B · Klasse B
DuktilitätNormalHoch
Verhältnis Rm / Re≥ 1,05≥ 1,08
Gesamtdehnung Agt≥ 2,5 %≥ 5,0 %
Werkstoffnummer1.04381.0439
ProduktformenRinge und BetonstahlmattenStabstahl, Ringe und Betonstahlmatten

Rm: Zugfestigkeit · Re: Streckgrenze · Agt: Gesamtdehnung bei Höchstkraft. Die Duktilitätswerte sind charakteristische Anforderungen, keine zugesicherten Einzelmesswerte. A und B dürfen nur entsprechend der Planung eingesetzt werden. Geschweißte Betonstahlmatten werden in DIN 488-4 behandelt.

Für Ihre Anfrage

Nennen Sie die Stahlsorte laut Plan, den Durchmesser, die gewünschte Länge beziehungsweise Biegeform und die Stückzahl. Bei Matten benötigen wir den vollständigen Mattentyp einschließlich Duktilitätsklasse und die Anzahl.

02

Durchmesser, Querschnitt & Gewicht

Nennwerte von Ø 6 bis 40 mm

Der Nenndurchmesser ds beschreibt die nominelle Stabdicke. As ist die Querschnittsfläche eines Stabs, g sein Nenngewicht je laufendem Meter. Die Rippen sind beim benötigten Außenmaß zusätzlich zu berücksichtigen.

Betonstabstahl und Betonstahl in Ringen – Nennwerte
ds [mm]As [cm²]g [kg/m]
60,2830,222
80,5030,395
100,7850,617
121,1310,888
141,541,21
162,011,58
203,142,47
254,913,85
286,164,83
328,046,31
4012,579,86
Ein Beispiel: Ø 12 mm

Ein Stab hat 1,131 cm² Nennquerschnitt und wiegt rechnerisch 0,888 kg je Meter. Bei 12 m Länge sind das rund 10,66 kg.

Längen und Ringgewichte

Übliche Stablängen liegen bei 12 bis 15 m; kompakte Ringe wiegen etwa 0,5 bis 3,0 t. Welche Länge und Lieferform für Ihren Auftrag verfügbar ist, stimmen wir mit Ihnen ab. Fragen Sie Sonderlängen bitte gesondert an.

Außendurchmesser über Rippen

Der tatsächliche Außendurchmesser ist größer als der Nenndurchmesser. Als Richtwert können Sie etwa das 1,15- bis 1,20-Fache des Nenndurchmessers ansetzen. Für die tatsächliche Geometrie sind die Angaben des jeweiligen Produkts maßgebend.

03

Q- und R-Lagermatten

Bezeichnungen, Abmessungen und Mattengewichte

Q-Matten

Sie besitzen in Längs- und Querrichtung annähernd gleiche Bewehrungsquerschnitte. Q188A beziehungsweise Q188B steht beispielsweise für 1,88 cm² Stahl je Meter in beiden Richtungen.

R-Matten

Hier unterscheiden sich die Bewehrungsquerschnitte der beiden Richtungen. R188A beziehungsweise R188B hat längs 1,88 cm²/m und quer 1,13 cm²/m. Die Verlegerichtung ist deshalb wesentlich.

Die Kennzahl entspricht dem Nennquerschnitt in mm² je Meter in der maßgebenden Richtung: 188 bedeutet 188 mm²/m beziehungsweise 1,88 cm²/m. Das abschließende A oder B bezeichnet die Duktilitätsklasse. Die Tabellenangabe „A/B“ fasst die beiden Duktilitätsklassen zusammen. Geben Sie bei Ihrer Bestellung immer die im Bewehrungsplan geforderte Klasse an.

Lagermatten – Typen, Abmessungen und Nenngewichte
TypAs längs
[cm²/m]
As quer
[cm²/m]
Länge × Breite
[m]
Stababstand längs / quer
[mm]
Gewicht
[kg/Matte]
Gewicht
[kg/m²]
Q188A/B1,881,886,00 × 2,30150 / 15041,73,02
Q257A/B2,572,576,00 × 2,30150 / 15056,84,12
Q335A/B3,353,356,00 × 2,30150 / 15074,35,38
Q424A/B4,244,246,00 × 2,30150 / 15084,46,12
Q524A/B5,245,246,00 × 2,30150 / 150100,97,31
Q636A/B6,366,286,00 × 2,35100 / 125132,09,36
R188A/B1,881,136,00 × 2,30150 / 25033,62,43
R257A/B2,571,136,00 × 2,30150 / 25041,22,99
R335A/B3,351,136,00 × 2,30150 / 25050,23,64
R424A/B4,242,016,00 × 2,30150 / 25067,24,87
R524A/B5,242,016,00 × 2,30150 / 25075,75,49

Die Gewichte gelten je ganzer Matte beziehungsweise je Quadratmeter Mattenfläche. Zum Mattenaufbau gehören auch Randstäbe, Randeinsparungen und Überstände. Berücksichtigen Sie deshalb neben den Außenmaßen auch die genaue Ausführung der Matte. Eine Matte darf nicht allein wegen eines ähnlichen Gewichts gegen einen anderen Typ ausgetauscht werden. Verfügbarkeit und konkrete Ausführung bitte anfragen.

04

Flächenbewehrung & Stababstände

Wie viel Stahl liegt in einem Meter Bauteilbreite?

Der Bewehrungsquerschnitt je Meter hängt von Stabdurchmesser und Achsabstand ab: größere Durchmesser oder engere Abstände ergeben mehr Stahlquerschnitt. Die folgende Tabelle betrachtet jeweils eine Bewehrungsrichtung.

Aₛ in cm²/m – Spalten: Stabdurchmesser in mm; Zeilen: Achsabstand in cm
Achsabstand
[cm]
Ø 6Ø 8Ø 10Ø 12Ø 14Ø 16Ø 20Ø 25Ø 28Ø 32Ø 40Stäbe
pro m
5,05,6510,0515,7122,6230,7940,2162,8398,17–––20,00
6,04,718,3813,0918,8525,6633,5152,3681,81102,63––16,67
7,04,047,1811,2216,1621,9928,7244,8870,1287,96114,89–14,29
7,53,776,7010,4715,0820,5326,8141,8965,4582,10107,23–13,33
8,03,536,289,8214,1419,2425,1339,2761,3676,97100,53157,0812,50
9,03,145,598,7312,5717,1022,3434,9154,5468,4289,36139,6311,11
10,02,835,037,8511,3115,3920,1131,4249,0961,5880,42125,6610,00
12,52,264,026,289,0512,3216,0825,1339,2749,2664,34100,538,00
15,01,883,355,247,5410,2613,4020,9432,7241,0553,6283,786,67
20,01,412,513,935,657,7010,0515,7124,5430,7940,2162,835,00
25,01,132,013,144,526,168,0412,5719,6324,6332,1750,274,00

Rechenwerte für gleichmäßige Achsabstände, auf zwei Nachkommastellen gerundet. „–“ bedeutet: Für diese Kombination ist hier kein Wert angegeben. Die Tabelle zeigt vorhandenen Stahlquerschnitt; sie legt weder den erforderlichen Querschnitt noch zulässige Mindestabstände fest.

So lesen Sie die Tabelle

Ø 10 mm im Achsabstand von 15 cm ergeben 5,24 cm² Stahlquerschnitt je Meter. Rechnerisch liegen dabei 100 / 15 = 6,67 Stäbe je Meter.

Achsabstand ist nicht lichter Abstand

Der Achsabstand wird von Stabmitte zu Stabmitte gemessen. Der lichte Abstand a ist der freie Zwischenraum zwischen den Stäben. Er muss das Einbringen und Verdichten des Betons ermöglichen. Dafür sind unter anderem Stabdurchmesser, Größtkorn der Gesteinskörnung und gegebenenfalls Stabbündel zu berücksichtigen.

Das Zeichen dg steht für den Größtkorndurchmesser und dsv für den Vergleichsdurchmesser eines Stabbündels. Mindestabstände ergeben sich aus den für das Bauvorhaben geltenden Bewehrungs- und Konstruktionsregeln.

05

Übergreifungsstöße verstehen

Kraftübertragung zwischen benachbarten Bewehrungselementen

Bei einem Übergreifungsstoß überlappen sich Stäbe oder Matten über eine festgelegte Länge. Die Kraft wird dabei über den Verbund mit dem Beton zwischen den Bewehrungselementen übertragen.

Prinzip einer Übergreifung in zwei EbenenEin blaues und ein magentafarbenes Bewehrungselement überlappen sich. Die Länge des gemeinsamen Bereichs ist als Übergreifungslänge bezeichnet. Die Skizze enthält keine Bemessungsmaße.Bewehrungselement 1Bewehrungselement 2Übergreifungslänge
Schematisches Prinzip eines Zwei-Ebenen-Stoßes · ohne Maßstab

Tragstoß und Querbewehrung

Bei Q-Matten ist die tragende Bewehrung in beiden Richtungen zu beachten. Bei R-Matten wird zwischen dem Tragstoß in Längsrichtung und dem Verteilerstoß in Querrichtung unterschieden. Achten Sie deshalb beim Lesen des Verlegeplans immer auf Mattentyp, Lage und Verlegerichtung.

Keine pauschale Stoßlänge

Die Übergreifungslänge l0 hängt unter anderem von Betonfestigkeit, Verbundbedingungen, Bewehrung und Beanspruchung ab. Dabei wird zwischen guten und mäßigen Verbundbedingungen unterschieden. Welche Bedingungen für Ihr Bauteil gelten und welche Stoßlänge erforderlich ist, legt die Fachplanung fest. Der Mattentyp allein reicht dafür nicht aus.

Für Ihre Bestellung und die Verlegung übernehmen Sie die Stoßlängen und die Anordnung aus dem freigegebenen Bewehrungsplan. Eine pauschale Überlappung „um eine Masche“ ist keine allgemeine Regel. Bei unklaren Angaben lassen Sie die Stoßausbildung vor der Ausführung durch die Fachplanung klären.

Mattenübergreifung nach der Maschenregel

Die Tabellen zeigen die Anzahl der Maschen für Lagermatten im Zwei-Ebenen-Stoß bei Betonfestigkeitsklassen von C20/25 bis C50/60. Wählen Sie Mattentyp, Verbundbereich und Stoßrichtung passend zum Bewehrungsplan. Die Zahlen sind keine Längen in Zentimetern.

Die Zuordnung zu gutem oder mäßigem Verbund erfolgt durch die Fachplanung. Die Übersicht gilt für die aufgeführten A-Matten und die genannten Voraussetzungen; sie ist keine allgemeine Freigabe für andere Matten oder Stoßausbildungen. Auf kleinen Bildschirmen lassen sich die Tabellen seitlich verschieben.

Q-Matten · Verbundbereich I (guter Verbund) · Anzahl der Maschen
MattentypTragstoß in LängsrichtungTragstoß in Querrichtung
C20/25C25/30C30/37C35/45C40/50C45/55C50/60C20/25C25/30C30/37C35/45C40/50C45/55C50/60
Q188A11111112221111
Q257A21111112222211
Q335A22111113222222
Q424A22211113333333
Q524A32222113333333
Q636A43322226544333
Q-Matten · Verbundbereich II (mäßiger Verbund) · Anzahl der Maschen
MattentypTragstoß in LängsrichtungTragstoß in Querrichtung
C20/25C25/30C30/37C35/45C40/50C45/55C50/60C20/25C25/30C30/37C35/45C40/50C45/55C50/60
Q188A22211113222222
Q257A32221113332222
Q335A33222214333222
Q424A43322224433333
Q524A44332225443333
Q636A54433328765555
R-Matten · Verbundbereich I (guter Verbund) · Anzahl der Maschen
MattentypTragstoß in LängsrichtungVerteilerstoß in Querrichtung
C20/25C25/30C30/37C35/45C40/50C45/55C50/60C20/25C25/30C30/37C35/45C40/50C45/55C50/60
R188A11111111111111
R257A11111111111111
R335A11111111111111
R424A11111112222222
R524A11111112222222
R-Matten · Verbundbereich II (mäßiger Verbund) · Anzahl der Maschen
MattentypTragstoß in LängsrichtungVerteilerstoß in Querrichtung
C20/25C25/30C30/37C35/45C40/50C45/55C50/60C20/25C25/30C30/37C35/45C40/50C45/55C50/60
R188A11111111111111
R257A11111111111111
R335A21111111111111
R424A22111112222222
R524A22211112222222
Lesebeispiel: Q335A · C25/30 · Verbundbereich II

In der Zeile Q335A und der Spalte C25/30 stehen sowohl für den Tragstoß längs als auch quer jeweils 3 Maschen. Die konkrete Übergreifungslänge und Anordnung entnehmen Sie dem freigegebenen Bewehrungsplan.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Maschenregel ersetzt keine Bemessung. Tabellenstand und Fachquellen sind am Ende dieses Nachschlagwerks angegeben; maßgebend bleiben die für Ihr Bauvorhaben geltenden Regeln und die freigegebene Planung.

06

Biegen & Rückbiegen

Form, Biegerolle und Bemaßung gehören zusammen

Welche Biegerolle passt zum Stabdurchmesser?

Der Biegerollendurchmesser D beschreibt den Durchmesser der Rolle, um die der Stab gebogen wird. Er ist kein Radius. Die Mindestgröße hängt von Stabdurchmesser ds, Biegeform und Einbausituation ab.

Geltungsbereich der Tabelle

Einmaliges Biegen ungeschweißter Betonstahlstäbe für Normalbeton unter vorwiegend ruhender Belastung. Grundlage: DIN EN 1992-1-1, Abschnitt 8.3, mit deutschem Nationalen Anhang, Tabelle NA.8.1a. Die genaue Normausgabe ist im Quellenbereich genannt. Für Leichtbeton, geschweißte Bewehrung und Rückbiegen gelten zusätzliche beziehungsweise andere Anforderungen.

Haken, Winkelhaken, Schlaufen und Bügel: Bei ds < 20 mm gilt D ≥ 4 × ds, ab 20 mm D ≥ 7 × ds. Für Schrägstäbe und andere gebogene Stäbe sind die Spalten mit 10-, 15- oder 20-fachem Durchmesser maßgebend.

Mindest-Biegerollendurchmesser D in mm · Anwendungsfall vor Auswahl prüfen
Stab-Ø
[mm]
Haken / Bügel usw.
4 × bzw. 7 × ds
Andere Biegungen
Fall A · 10 × ds
Andere Biegungen
Fall B · 15 × ds
Andere Biegungen
Fall C · 20 × ds
6246090120
83280120160
1040100150200
1248120180240
1456140210280
1664160240320
20140200300400
25175250375500
28196280420560
32224320480640
40280400600800

So wählen Sie Fall A, B oder C

Entscheidend ist die Betondeckung c rechtwinklig zur Biegeebene. Prüfen Sie die Fälle in dieser Reihenfolge:

  • Fall A · 10 × ds: c ist größer als 100 mm und zugleich größer als 7 × ds.
  • Fall B · 15 × ds: Fall A trifft nicht zu; c ist größer als 50 mm und zugleich größer als 3 × ds.
  • Fall C · 20 × ds: c ist höchstens 50 mm oder höchstens 3 × ds.
Beispiel: Stab Ø 12 mm

Für einen Bügel beträgt der Tabellen-Mindestwert 48 mm. Bei einer anderen Biegung mit 60 mm Betondeckung rechtwinklig zur Biegeebene gilt Fall B: mindestens 180 mm.

Für Ihren Auftrag: Den im freigegebenen Bewehrungsplan angegebenen Rollendurchmesser übernehmen. Die Tabelle enthält Mindestwerte, keine automatische Fertigungsfreigabe. Größere geplante Werte dürfen nicht unterschritten werden; fehlen Angaben, ist die passende Rolle vor der Fertigung mit der Fachplanung abzustimmen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Form nach Bewehrungsplan

Ein zugeschnittener Stab wird um eine Biegerolle in die vorgesehene Form gebracht. Zum Biegeauftrag gehören Stahlsorte, Durchmesser, Schenkellängen, Winkel und die vorgeschriebenen Biegerollendurchmesser.

Achs- und Außenmaße dürfen dabei nicht vermischt werden. Branchenüblich sind Außenmaße. Wenn Ihr Plan stattdessen Achsmaße verwendet, müssen diese eindeutig gekennzeichnet sein.

Rückbiegen und Erwärmen

Rückbiegen ist ein geplanter Bearbeitungsvorgang mit besonderen Anforderungen an Material und Ausführung. Bereits gebogene Stäbe dürfen nicht eigenmächtig zurückgebogen, erneut gebogen oder erhitzt werden. Solche Änderungen sind vorab mit der verantwortlichen Fachplanung abzustimmen, da sie die Eigenschaften der Bewehrung beeinflussen können.

Für einen eindeutigen Biegeauftrag: aktuelle Plan- oder Biegelistennummer, Position, Stahlsorte, Durchmesser, Stückzahl und alle Biegemaße angeben. Der passende Biegerollendurchmesser wird aus der Planung und den anwendbaren Regeln übernommen; er lässt sich nicht allein aus der Bezeichnung B500 ableiten.

NORMSTAND & QUELLEN

Redaktionell geprüft am 29. September 2026. DIN 488 ist eine mehrteilige Produktnorm. Nach den aktuellen DIN-Verzeichnissen gelten die folgenden Ausgaben:

DIN 488 – Teile und Ausgaben
TeilAusgabeInhalt
DIN 488-12009-08Stahlsorten, Eigenschaften, Kennzeichnung
DIN 488-22009-08Betonstabstahl
DIN 488-32009-08Betonstahl in Ringen, Bewehrungsdraht
DIN 488-42009-08Betonstahlmatten
DIN 488-52009-08Gitterträger
DIN 488-62024-09Übereinstimmungsnachweis

Quellen der Tabellen und Erläuterungen: ISB-Lagermattenprogramm (2018), Hinweise zum Biegen (10/2023) und Bewehren von Stahlbetontragwerken (2019), Arbeitsblatt 8, Abschnitt 2.2.

ISB · Lagermattenprogramm (2018, PDF) – in neuem Tab öffnenISB · Hinweise zum Biegen (10/2023, PDF) – in neuem Tab öffnenBiege- und Konstruktionsregeln (2019, PDF) – in neuem Tab öffnenDIBt · Technische Baubestimmungen (2025/1, PDF) – in neuem Tab öffnenDIN · Ausgaben der Normenreihe 488 – in neuem Tab öffnenDIN Media · DIN 488-6:2024-09 – in neuem Tab öffnen

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